Der Beckenboden besteht aus drei übereinander liegenden
Muskelschichten, welche den Boden des Rumpfes bilden. Der Beckenboden
hat die Aufgabe, einerseits festzuhalten und zu verschliessen,
anderseits muss er sich öffnen und loslassen bei der täglichen
Ausscheidung von Urin/Stuhl und bei der Geburt. Er reagiert
reflektorisch, wenn eine Druckwelle, verursacht z.B. durch Husten,
Niesen… auf dem Beckenboden ankommt. Im Weiteren ist er
mitverantwortlich für das Tragen und die Lagesicherung der Organe;
zudem erfüllt er wichtige Funktionen in der Sexualität.
Die
Beckenbodenmuskulatur ist ein höchst differenziertes, genau aufeinander
abgestimmtes, mehrstöckiges Gebilde von Muskel- und
Bindegewebeschichten mit Haltesträngen und Muskelplatten, die von vorn
nach hinten, von rechts nach links sich in elastisches Geflecht
verknüpfen.
Es bestehen wichtige Zusammenhänge zwischen Beckenboden
und Blase, Atmung, Haltung und Stabilität, ja sogar zwischen Psyche und
Beckenboden. Kaum zu glauben, dass diese Körperregion in unserer Kultur
bis vor einiger Zeit fast in Vergessenheit geraten war!






