Braucht der Beckenboden Trainingslehre?

01.07.2017

Kaum ein anderes Training wird in der heutigen Zeit so sehr unterschätzt wie das Beckenbodentraining. Herkömmliche Konzepte trainieren den Beckenboden zu isoliert, zu einseitig und zu statisch.

Trainingslehre

Kann erwartet werden, dass eine Belastungsinkontinenz beim Trampolinspringen durch isoliertes Beckenbodenspannen im Sitzen behoben werden kann? Wohl kaum! Kann ein Beckenboden durch statische bzw. isometrische Übungen schnellkräftig reagieren? Wie erreiche ich tatsächlich ein MEHR an Kraft, ein rechtzeitiges Reagieren, ein schnellkräftiges Kontrahieren, ein richtiges Koordinieren? Braucht der Beckenboden als lokaler Wirbelsäulenstabilisator tatsächlich nur niedere Ansteuerungsbereiche oder soll es auch mal mehr sein?

Die Beckenbodenmuskulatur ist aufgrund ihrer Faserzusammensetzung, ihrer unterschiedlichen Funktionen und der ihr gestellten Anforderungen in unterschiedlichster Form zu trainieren und in Komplexbewegungen einzubinden. Der Beckenboden muss schnell und kräftig reagieren können, muss zeitlich koordiniert richtig anspringen, lange halten können, geschmeidig und entspannungsfähig sein, aber auch große Kraft entwickeln, um allen Anforderungen in Alltag und Sport gerecht zu werden.

Ein korrekt aufgebautes Training beginnt mit der Frage nach dem Trainingsziel. Die herkömmlichen Zielsetzungen im Beckenbodentraining sind bekannt, z.B. Kontinenz beim Husten.  Aber wenn es um Kontinenzsicherung oder –erreichung geht, darf man nicht nur an alte Frauen oder operierte Männer denken. Was ist mit jungen Snowboarderinnen bei der Landung nach einem Sprung? Was mit Leistungsfußballern, Kletterern oder Läuferinnen? Braucht jemand, der einer Senkung entgegenwirken will das gleiche Beckenbodentraining wie jemand, der beim Husten Harn verliert? Hat ein A-Kader-Profiskifahrer nicht genügend Muskeln für einen gesunden Rücken? Warum nützt ein korrekt aufgebautes Beckenbodentraining gegen die Schmerzen?

All diese Fragestellungen sind so komplex, eine einheitliche Antwort für ein WIE im Beckenbodentraining gibt es nicht. Nur: JA, es braucht die Trainingslehre, einen sinnvollen Trainingsaufbau passend zum Trainingsziel, einen durchdachten methodischen Aufbau, der den Beckenboden Schritt für Schritt gezielt in Komplexbewegungen bis hin zur sportartspezifischen oder alltagstauglichen Belastung einbaut.

Genau dieses Wissen wird - unter anderem - in der neuen Weiterbildung zum BeBo®-Trainer vermittelt.

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